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Eine Hypnotiseurin leitet mit einer sanften Handbewegung eine Trance bei einer liegenden Klientin ein

Über Hypnose

Hypnose, die Erfolgsformel Ihres Unterbewusstseins

Sanft, doch blitzschnell: Hier erfahren Sie, was Hypnose ist, wie sie wirkt und in welchen Bereichen sie eingesetzt wird.

Was ist Hypnose?

Der charakteristische Status der Hypnose rührt aus der Besonderheit, dass es sich bei der Hypnose nicht nur um ein Verfahren, sondern auch um einen Zustand handelt. Wir alle kennen ihn, er scheint kaum spektakulär. Die so genannte Trance ist der dritte natürliche Bewusstseinszustand als Verbindung zwischen Wachsein und Schlafen.

In Hypnose bauen wir eine Kommunikation mit unserem Unterbewusstsein auf, deren Art der rationale Geist nicht erschließen kann. Hierfür arbeiten wir in Trance mit Gefühlen und/oder Bildern und stimmigen Suggestionen. Dies bietet eine Sichtweise an, die der kritische Wächter des intellektuellen Bewusstseins passieren lässt und die damit für uns akzeptabel ist.

Definition Hypnose

„Die Hypnose ist neben dem Schlaf- und Wachzustand der dritte natürliche Bewusstseinszustand. Dieser Bewusstseinszustand ist durch eine fokussierte Aufmerksamkeit und erhöhte Wahrnehmung gekennzeichnet. Die Konzentration kann sich dabei sowohl bündeln als auch erweitern und eröffnet den Zugang zu sonst unbewussten psychischen, geistigen und körperlichen Prozessen. In diesem Zustand werden Leistungen auf emotionaler, kognitiver und körperlich-somatischer Ebene möglich, die dem willentlichen Zugriff entzogen sind.“

Quelle: nach Meinhold 2006, modifiziert von Friederike Gerling

Ein Zustand, den jeder kennt

Der Mensch kann sich grundsätzlich in drei verschiedenen Zuständen befinden:

  • Wachsein (Vigilanz): das wache, aktive Bewusstsein
  • Schlaf: der Zustand tiefer körperlicher und geistiger Ruhe
  • Trance: ein Zustand dazwischen, in dem der Körper ruht, doch der Geist wach und fokussiert ist

Während im Wachzustand sowohl Körper als auch Geist aktiv sind und im Schlaf beides zur Ruhe kommt, liegt die Besonderheit der Trance darin, dass der Körper tief entspannt, fast schlafend ist, der Geist jedoch hellwach, konzentriert und aufnahmefähig bleibt.

Jeder Mensch kann Trance erleben

Die Frage, wer überhaupt in Hypnose gehen kann, lässt sich leicht beantworten: Jeder, der schlafen kann, kann auch in Trance gehen. Denn niemand springt direkt vom Wachzustand in den Schlaf, der Übergang erfolgt immer über den Trancezustand. Und dieser tritt ganz natürlich ein, zum Beispiel kurz vor dem Einschlafen oder direkt nach dem Aufwachen.

Im Alltag erleben wir häufig unbewusst tranceähnliche Zustände: beim Tagträumen, beim Lesen, bei einer monotonen Zug- oder Autofahrt oder beim konzentrierten Ausführen einer fesselnden Tätigkeit. Interessant ist auch: Etwa alle 45 Minuten versetzt sich unser Gehirn automatisch in einen kurzen Trancezustand. Es ist eine Art Reset für das Nervensystem, um Spannungen zu entladen und die geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten.

Wer sich daran erinnert, einmal einen wirklich guten Film gesehen zu haben, kann sich damit erinnern, wie sich Trance anfühlt. Man taucht in die Handlung ein, obwohl man weiß, dass es sich um Schauspieler handelt. Und doch fühlt man mit, leidet, zittert oder freut sich mit den Figuren. Genau das ist Trance.

Fokussierte Aufmerksamkeit

Ein anschauliches Bild dafür ist eine Taschenlampe in einem völlig dunklen Raum. Die Taschenlampe beleuchtet nur einen kleinen Ausschnitt, vielleicht ein Glas. Der Rest bleibt im Dunkeln. Obwohl das Gehirn weiß, dass es noch mehr im Raum gibt, richtet sich die volle Aufmerksamkeit auf dieses eine Glas. Und genau dadurch werden Details sichtbar, die bei voller Beleuchtung möglicherweise untergehen würden.

Das Glas steht sinnbildlich für etwas aus dem weiten Feld des Unbewussten. Etwa für ein körperliches Symptom, eine innere Verletzung oder ein belastendes Gefühl. Die Taschenlampe steht für die innere Aufmerksamkeit. Je gezielter sie eingesetzt wird, desto klarer wird das Wahrgenommene.

Wie es sich anfühlt, hypnotisiert zu sein

Anspannung, sowohl körperlich als auch mental, verschwindet. Wenn man mag, ist man komplett in der Lage, zu denken und kann auch jederzeit die Trance beenden. Es ist ein bisschen so, als ob man seinem schlafenden Körper mit dem inneren Auge und hoch konzentrierten Geist zuschaut.

Als hellwache Entspannung kann der Zustand gut beschrieben werden. Oder auch als entspannte Wachheit. Es fühlt sich wie ein wacher Traum an, bei einigen stark bebildert, bei anderen eher gefühlsgetragen.

Die Wahrnehmung bleibt dabei erhalten. Man bekommt weiterhin alles von außen mit, auch wenn es einen kaum mehr „interessiert“. Ein akutes Ereignis wie zum Beispiel ein Alarmsignal würde die Trance automatisch beenden. Niemand „bleibt in Hypnose stecken“. Im schlimmsten Fall schläft man tief ein und wacht erholter wieder auf.

Wie Hypnose wirkt

Die Streichholzschachtel und das weite Feld

Eine fundamentale Erkenntnis der Hirnforschung ist, dass nur etwa 2 Prozent unserer Hirnaktivität von bewussten Prozessen eingenommen werden und 98 Prozent von unserem Unterbewusstsein oder dem Unbewussten.

Ein Bild dafür: das intellektuelle Bewusstsein wie eine kleine Streichholzschachtel zu visualisieren und das Unterbewusstsein wie ein großes Feld. Diese kleine Streichholzschachtel ist enorm aktiv und in permanenter Aktivierung. In einem entspannten Zustand ist es einfach, ihr etwas Pause zu gönnen, sie bildlich nach hinten zu schieben oder auf den Boden des Ozeans sinken zu lassen und das große Feld des Unterbewusstseins nach vorne zu holen. Kommt die Schachtel in einer Trance ab und zu mit Gedanken wie „Was mache ich denn heute zum Abendessen …“, ist das in Ordnung so und überhaupt nicht entscheidend für einen guten Verlauf der Hypnose.

Die „Hypnose-Sekunde“

Man ist Teilnehmer einer Veranstaltung und kommt zu spät. Kaum öffnet sich die Tür, ist in einem einzigen Moment klar, ob man sich hier wohlfühlt oder nicht. Dieses Urteil entsteht sofort, noch bevor ein Gedanke auftaucht. Das Unterbewusstsein hat den Raum längst erfasst und daraus ein Gefühl gebildet. Erst danach setzt der Verstand ein und sucht Gründe für das, was innerlich längst entschieden ist. Das Unterbewusstsein arbeitet schnell, ganzheitlich und ohne Sprache.

Die vitale Idee

Das Unterbewusstsein denkt nicht in Worten, sondern in Bildern und Gefühlen. Dafür gibt es den Begriff „Videe“ im Unterschied zur „Idee“. Eine Idee entspringt dem rationalen, bewussten Denken. Sie ist intellektuell und oft kurzlebig. Die Entscheidung, an Neujahr mit dem Rauchen aufzuhören, ist ein klassisches Beispiel. Eine Videe hingegen ist eine vitale Idee, eine lebendige, emotional verankerte Vorstellung.

Der Unterschied lässt sich am Beispiel einer Zitrone veranschaulichen: Das Wort Zitrone allein hat kaum körperliche Auswirkungen. Doch wenn wir uns vorstellen, eine Zitrone zu halbieren, der Saft tropft auf das Schneidebrett, der Geruch steigt in die Nase, wir lecken uns den Saft von den Fingern, dann reagiert unser Körper spürbar. Der Speichelfluss setzt ein. Genau so wirkt eine Videe: nicht nur im Kopf, sondern im ganzen System.

So entsteht zum Beispiel bei einem Raucher, der in Trance einen rauchfreien Tag in Bildern und Gefühlen durchlebt, eine neue Spur: die Nichtraucher-Spur. Mit jeder Wiederholung wird sie tiefer, bis sie kraftvoller ist als die alte Gewohnheit.

Was die Forschung zeigt

Das menschliche Gehirn kann in Trance keinen Unterschied zwischen Realität und Vorstellung machen. Entscheidend ist dabei der Trancezustand. Im gewöhnlichen Wachbewusstsein ist dieser Effekt nicht zu beobachten.

Der Tennisspieler

Ein Tennisspieler wurde während verschiedener Tests neurologisch überwacht. Im ersten Teil spielte er real auf dem Tennisplatz. Im zweiten stellte er sich im Wachzustand vor, Tennis zu spielen, und es zeigten sich deutlich abweichende Muster der Hirnaktivität. Im dritten Durchlauf wurde er in Trance versetzt und sollte sich erneut das Tennisspiel vorstellen. Das Ergebnis: Die exakt selben Areale wie beim tatsächlichen Tennisspiel waren aktiv.

Brennnessel oder Löwenzahn

Wird einer Person in Trance ein Brennnesselblatt auf den Arm gelegt, während ihr suggeriert wird, es handle sich um ein harmloses Löwenzahnblatt, zeigt sie keinerlei Reaktion. Wird hingegen ein Löwenzahnblatt aufgelegt, doch mit der Suggestion, es sei eine Brennnessel, reagiert der Körper mit Rötung und Brennen. Die körperliche Reaktion folgt nicht dem realen Reiz, sondern der Vorstellung in Trance.

Anerkennung

  1. 1845

    Der schottische Arzt James Esdaile schafft in Indien mit hypnoseähnlichen Methoden erstmals völlige Anästhesie.

  2. 1892

    Die British Medical Association erkennt die therapeutischen Wirkungen der Hypnose an.

  3. 1952 / 1961

    Großbritannien und die USA übernehmen Hypnose in die Ausbildung klinischer Berufe.

  4. 2006

    In Deutschland wird Hypnotherapie nach 15 Jahren Prüfung als wissenschaftliche Methode anerkannt.

Wobei kann Hypnose helfen und was heißt für uns „helfen“?

Hypnose kann in sehr vielen Lebensbereichen und Problemfeldern helfen, egal ob in geistig-seelischen oder in körperlichen Bereichen.

Für uns bedeutet erfolgreich helfen:

  • das Symptom wird in seiner Ursache erkannt und gelöst (zum Beispiel Ängste)
  • das Symptom kann gefahrlos ohne Ursache abgestellt werden (zum Beispiel Rauchen)
  • ein Symptom kann zwar nicht ganz abgestellt, aber deutlich reduziert werden (zum Beispiel Tinnitus von 100 auf 20 %)
  • die Symptomwahrnehmung wird so verändert, dass man mit dem Problem viel besser und gelassener umgehen kann, ohne dass es ganz verschwindet (zum Beispiel chronischer Schmerz, Eifersucht, Sorgen)

Als Fachhypnotiseur arbeiten Sie zum Beispiel bei

Ohne Heilpraktikererlaubnis arbeiten Sie mit Menschen, bei denen keine Krankheit diagnostiziert ist.

Verhalten

  • Abnehmen oder Zunehmen mit Hypnose, sorgsamer Umgang mit dem eigenen Körper
  • Raucherentwöhnung mit Hypnose
  • Besserer Schlaf
  • Stress (akuter Stress, Dauerstress)

Lebenshilfe

  • Selbsthypnose als Hilfe zur Selbsthilfe
  • Beziehungsprobleme, Eifersucht, Trennungsschmerz
  • Stärkung des Selbstvertrauens, bei Selbstbeschränkungen
  • Prüfungsangst
  • Trauerbewältigung

Leistung & Kreativität

  • Hypnose im Sport, zur Leistungssteigerung
  • Hypnose als Lernhilfe, zum Erlernen von Sprachen, zur Vermehrung von Lösungskompetenzen im Beruf
  • Hypnose als Kreativitätspool für Künstler, Schriftsteller und andere kreative Berufsgruppen

Kinder-Hypnose (auch Jugendliche)

Kinder ab vier Jahren profitieren von Hypnose, die hypnotischen Verfahren unterscheiden sich aber. Hypnotiseure sollten speziell in Kinder-Hypnose ausgebildet sein, um erfolgreich zu arbeiten bei:

  • Konzentrationsschwächen
  • Mobbing
  • Schulangst
  • Trauerbewältigung, auch bei verlorenen Haustieren

In Heilberufen und begleitend zu einer Behandlung

Mit Heilerlaubnis oder in Absprache mit Ärzten und Therapeuten wird Hypnose außerdem eingesetzt bei:

Psyche und Psychosomatik

  • Ängste, Phobien, Panikattacken
  • Isolierte Phobien (zum Beispiel Spinnenphobie)
  • Flugangst
  • Reizdarm
  • Autoimmunerkrankungen
  • Warzen

Körperliche Beschwerden

  • Allergien
  • Operationen (Vorbereitung, Anästhesie durch Hypnose)
  • Chemotherapie-Begleitung
  • Immunsystem
  • Neurodermitis
  • Tinnitus
  • Zahnarzt-Behandlungen

Schmerzen

  • Akute Schmerzen
  • Chronische Schmerzen
  • Phantomschmerzen
  • Neuralgien
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Rückenschmerzen
  • Fibromyalgie

Kinder und Jugendliche

  • ADHS
  • LRS
  • Bettnässen
  • Stottern
  • Schlafwandeln

Dies sind einige, doch nicht alle Einsatzgebiete der Hypnose, sei es begleitend oder als erste Therapiewahl durch einen approbierten Therapeuten. Das Spektrum an Problemen, bei denen hypnotische Anwendungen Sinn machen, ist breit.

Die Übersicht beschreibt Einsatzfelder der Hypnose und ist kein Heilversprechen.

Vom Verstehen zum eigenen Hypnotisieren

Hypnose ist keine Frage des Glaubens, sondern ein nachvollziehbarer Prozess. Jeder kann die Techniken erlernen und anwenden.

In der Ausbildung zum Fachhypnotiseur lernen Sie nicht nur, wie Hypnose wirkt, sondern hypnotisieren vom ersten Tag an selbst. In den Fachmodulen lernen Sie konkrete Techniken für viele der genannten Themen, etwa bei Schmerz und Angst, in der Kinderhypnose oder mit Selbsthypnose für Ihre eigenen Ziele.

Ihr nächster Schritt

Platz sichern oder erst kennenlernen

Sie entscheiden, wie Sie starten möchten und wir melden uns dann persönlich zurück.

Anliegen

(wird nur für kurzfristige Absprachen genutzt, Hauptkontakt über Mail)

Mit dem Absenden reservieren wir Ihren Platz. Anschließend erhalten Sie eine E-Mail mit Rechnung; die Anzahlung von 800 € sichert den Platz verbindlich.

Mit dem Absenden des Formulars übermitteln Sie uns Ihre Angaben zur Bearbeitung Ihrer Anfrage beziehungsweise Anmeldung. Informationen zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.